Washington

Mittwoch, 30.09.2015

Heute starten wir sehr früh, denn wir haben schon vor dem Urlaub Karten für die 9.00 Uhr Führung für das Washington Monument gebucht und per Post zugeschickt bekommen. Die Karten selbst sind kostenlos, man muss nur eine kleine Verwaltungsgebühr bezahlen. Vor Ort kann man manchmal noch Restkarten bekommen, aber das ist mit langen Wartezeiten verbunden.

Wir laufen zur Metrostation Rosslyn. Dort brauchen wir ein bißchen Zeit und Beratung, bis wir das Fahrkarten System durchschauen. Wir kaufen zwei Tickets mit je 10$ Guthaben und verschwinden dann 30 Meter tief unter der Erde, die Fahrt mit der unglaublich langen Rolltreppe dauert drei Minuten. Von hier aus muss die U-Bahn den Potomac River unterqueren. An der Station Smithsonian steigen wir aus und laufen zum Monument.

Das Washington Monument ist ein weißer Marmor-Obelisk, der sich genau auf der Verbindungsgeraden zwischen dem Capitol und dem Lincoln Memorial befindet. Das Denkmal wurde zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George Washington, errichtet. Der Grundsteinlegung war am 4. Juli 1848, vollendet wurde der Bau aber erst am 6. Dezember 1884, zwischenzeitlich ruhten die Baumaßnahmen für einige Jahre u.a. verursacht durch den Bürgerkrieg.
Wir warten mit vielen anderen Touristen, daß wir eingelassen werden.
Als wir das erste Mal in Washington waren, war der Obelisk nicht zugänglich, weil Erdbebenschäden behoben werden mußten. Diesmal sind wir oben. Leider sind die kleinen Fenster sehr beschlagen und wir können teilweise nur wenig bzw. verschwommen sehen.
Auf dem Foto über dem Fenster wird erklärt, was man draußen sieht
Modell von Innenraum der Spitze, wo wir uns gerade aufhalten, mit Fahrstuhl in der Mitte
In der Mitte kann man die Grenze zwischen den beiden Bauabschnitten sehen
Wieder unten machen wir uns auf den Weg zum United States Holocaust Memorial Museum. Pünktlich zur Öffnung um 10.00 Uhr sind wir da. Das Museum ist gut aufgebaut und macht auch den zeitlichen Ablauf von der Machtergreifung Hitlers bis zum Ende der zweiten Weltkriegs deutlich. Es wird auch darauf hingewiesen, daß viel mehr Juden den Holocaust überlebt hätten, wenn die anderen Staaten (einschließlich der USA) mehr jüdische Flüchtlinge aufgenommen hätten.

Nachdem wir das Museum wieder verlassen haben, gibt es eine kleines Mittagessen im Café des Smithsonian Visitor Centers. Dann geht die Museumstour weiter. Um 13.30 Uhr sind wir im National Air und Space Museum. Steffen ist begeistert von den vielen Flugzeugen und Raketen, die dort ausgestellt sind. Meine Interessen sind anders gelagert und ich mache eine Pause.
Das original Kommandomodul der Apollo 11 Mondmission
Eine deutsche V2 Rakete findet sich hier
Flugzeuge aus unterschiedlichen Epochen hängen von der Decke
Der Sojourner Mars Rover
Um 16.30 Uhr verlassen wir das Museum und laufen Richtung Chinatown. Da es Steffen nach Pasta gelüstet landen wir tatsächlich in einem Vapiano. Mir reicht ein Beilagensalat (Caesar Salad, was sonst) und ein Cappuccino. Die Funktionsweise und das Angebot sind weitestgehend wie in Deutschland. Es gibt sogar richtige Haribo Goldbärchen am Ausgang.

Nachdem wir das Lokal verlassen haben, stoßen wir beim Bummeln auf das Smithsonian American Art Museum & National Portrait Gallery. Während die meisten Smithsonian Museen an der National Mall bereits um 17.30 Uhr schließen hat dieses Museum bis 19.00 Uhr auf, also schauen wir uns noch eine Stunde lang die Kunstwerke an. Da die Staatlichen Museen in Washington keinen Eintritt verlangen kann man überall herumstöbern. Heute war es in den Museen ganz angenehm. Das ist wahrscheinlich in den Hauptreisezeiten anders.
In den Straßen von Washington fahren Verkehrspolizisten mit seltsamen Elektromobilen Patrouille
Wir sind um 20.00 Uhr wieder im Hotel und planen den folgenden Tag.