Von New York nach Long Island

Montag, 21.09.2015

Von New York nach Long Island
Wir fahren in die Hamptons – Wo die Reichen und Schönen Urlaub machen.

Um 10.00 Uhr ist alles eingepackt und wir checken aus. Mit der U-Bahn fahren wir wieder zur Station Jamaika und von dort aus mit den Airtrain zur Leihwagenfirma am Flughafen JFK. Doch zunächst laden wir noch ein Airtrain Ticket vor der Hinfahrt am Automaten wieder auf. Zahlt man mit Kreditkarte, bekommt man noch ein Bonusguthaben. So reicht es, ein Ticket mit 9,05 $ aufzuladen um damit die 2 x 5$ für den Airtrain bezahlen zu können. Unsere beiden 7 Tage Tickets, die noch 1 ½ Tage gültig sind, verschenken wir nachdem wir die U-Bahn endgültig verlassen haben. Es stehen dort mehrere Leute und fragen Leute, die mit Koffer als Touristen erkennbar sind, ob sie ein Ticket übrig haben. Mit uns hat jemand Glück.

Um 11.00 Uhr sind wir bei Alamo/National angekommen, um 12.00 Uhr sitzen wir in einem leicht verschrammten Hyundai Elantra (Kategorie Midsize) mit 12.000 Meilen auf dem Tacho und starten Richtung Brookhaven. Unterwegs machen wir in einem Walmart Supercenter unseren "großen Einkauf": Eine Kühltasche, ausreichend Getränke, Brot, Äpfel, Nüsse und Nutella. Ich statte der gut sortierten Bastelabteilung einen Besuch ab. Wir in allen größeren Geschäften, die wir später besuchen, sind wir verblüfft über die riesige Halloween Abteilung. Die Auswahl ist unglaublich. Obwohl es bis zum 31.10. noch fast 6 Wochen sind, ist schon überall "Sale". Nach dem Einkauf gibt es noch ein leckeres Mittagessen im Applebees.

Um 15.00 Uhr checken wir im Hampton Inn Long Island Brookhaven ein. Hier bleiben wir 2 Nächte und sind mit den Hotel sehr zufrieden.

Inzwischen haben sich die Temperaturen deutlich abgekühlt, aber wir möchten an den Strand. Obwohl unser Hotel noch nicht in dem berühmten und noch teureren Teil der Hamptons liegt, sind auch hier die meisten Strände nicht öffentlich zugänglich. Die Parkplätze sind rar und teuer, oft darf man nur mit Bewohnerausweis dort parken. Aber es gibt auch öffentliche Strände. Der Concierge erklärt uns den Weg zum Smith Point County Park. Der 50 km lange Strand auf Fire Island, einer schmalen Inselkette südlich vor Long Island, lädt zum Fischen, Schwimmen und Wandern ein.

Wir sind etwa 20 Minuten mit dem Auto unterwegs. Die Parkgebühren betragen 15$ pro Auto, damit ist alles abgegolten. Ab dem 15.09. werden aber keine Gebühren mehr erhoben, die Saison ist vorbei. Der Parkplatz, auf dem heute nur ganz wenige Wagen stehen, hat Platz für mindestens 1500 Autos. Wir laufen zum Strand und machen einen sehr schönen einstündigen Strandspaziergang. Es ist schon ziemlich windig.
Der Strand von Fire Island
Zeit für ein Selfie
Zurzeit sind hier mehr Vögel als Menschen am Strand
Hier gibt es auch ein Denkmal für die Opfer des TWA Fluges 800, die 1996 bei dem Absturz der Maschine vor Long Island ums Leben kamen.
TWA 800 Denkmal mit den Namen der Opfer und den Fahnen der betroffenen Nationen
Wir machen uns auf den Weg die weitere Gegend zu erkunden. Es wird ländlich. Wir fahren durch Mastic Beach. Die Rasenflächen sind groß und gepflegt, die Häuser hübsch. An Kirchen und Gemeindehäusern unterschiedlichster Glaubensrichtungen herrscht kein Mangel. Auf dem Rasen vor einer Kirche direkt an der Hauptstraße grast ein Rudel Rehe. Aber die Autofahrer kennen das schon und fahren langsam. Wir steigen aus, um die Tiere aus der Nähe zu sehen. Sie behalten uns im Auge, äsen aber ruhig weiter.
Der Heiland umgeben von Rehen
Abendessen gibt es in einer kleinen Pizzeria mit sehr fragwürdigen Dekorationsartikeln, eigenem Hausaltar und Musik von einem italienischen Radiosender. Ich hätte gerne einen Salat bestellt, aber da wir in Bezug auf die Hygiene gewisse Zweifel hatten, haben wir uns lieber für ein Essen entschieden, das gut durcherhitzt wird. Und die Pizza ist dann auch sehr lecker. Wie immer teilen wir uns die kleinste Variante, die auf der Karte steht, und schaffen trotzdem kaum, sie aufzuessen.

Da es inzwischen fast dunkel ist, fahren wir ins Hotel und verbringen den Abend mit amerikanischem Fernsehen auf dem Zimmer.